Wandertipp des Monats

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen unseren Wandertipp des Monats. Dabei handelt es sich um eine individuell geplante Tour außerhalb unseres offiziellen Wanderwegeprogramms. Für diese Tour steht kein Flyer zum Download zur Verfügung.

Unser Wandertipp des Monats Februar 2024:

Über den Wiedweg durch das historische Altenkirchen

Diese fast sieben Kilometer lange Rundwanderung als Wandertipp des Monats Februar 2024 enthält viele interessante Highlights. Gestartet auf dem Parkplatz in der Mühlengasse geht es durch einen Tunnel, der nur in gebückter Haltung passierbar ist, ins Wiesental und dann direkt auf den zertifizierten Wiedwanderweg. Die Wied über eine idyllische Brücke überquerend, erreicht man nach insgesamt etwa 1,3 Kilometern als 1. Highlight das Ehrenmal auf dem Dorn.

Ehrenmal
Das Ehrenmal gedenkt der Opfer und Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus Altenkirchen, sowie der jüdischen Bürger Altenkirchens, die im Dritten Reich infolge des Holocaust umgebracht wurden oder in der Verfolgung starben. Das Ehrenmal trägt die Inschrift „Unsern Helden“ und besteht aus neun Bruchsteinsäulen, die mit einem Ringanker verbunden sind. Weiter geht es zum 2. Highlight der Wanderung, den Bismarckturm.

Bismarckturm
Der Bismarckturm in Altenkirchen wurde mit Unterbrechungen in den Jahren 1914 und 1922 zu Ehren von Fürst Otto von Bismarck in einer Bauzeit von nur fünf Monaten erbaut und gilt als Wahrzeichen der Kreisstadt. Der Bismarckturm mit Befeuerungsmöglichkeit an der Turmspitze und einer Höhe von 14 Metern wird als Aussichtsplattform genutzt und ermöglicht einen Blick über die Stadt und die gesamte Region. Beim jährlichen Bismarckturmfest, das jeden zweiten Samstag im Juni stattfindet, wird das sich auf der Turmspitze befindliche Feuerbecken entzündet. Nächstes Etappenziel ist das 3. Highlight dewr Wandertour, die evangelische Kirche in Almersbach.

Kirche in Almersbach
Die Kirche in Almersbach, eine spätromanische Pfeilerbasilika, fand 1199 ihre erstmalige Erwähnung. Bemerkenswert sind die Malereien aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, von denen einige gesichert werden konnten. Bei der Freske „Pilgersegen durch Jakobus von Compostella“, sollen 1915, als die Malereien unter einer mehrfachen Kalkschicht freigelegt wurden, noch Reste der Darstellungen von Rittern und Reisenden vorhanden gewesen sein. Auch die überdimensionale Gestalt des Christophorus im Chorraum deutet auf eine Pilgerstation an einem wichtigen Flussübergang hin.

Anschließend wird die Wied über eine kleine Brücke überquert. Dort führte früher ein wichtiger Handels- und Pilgerweg vorbei. Die frühere Brücke mit Furt ermöglichte den Franzosen die Überquerung der Wied in der Schlacht bei Altenkirchen am 4. Juni 1796, die mit einem Sieg der Franzosen gegen die Österreicher endete.

Bahnhof von Altenkirchen
Nächstes Highlight ist der historische Bahnhof von Altenkirchen. Der Bahnhof in Altenkirchen wurde im April 1885 im Rahmen der Fertigstellung der Oberwesterwaldbahn mit der Bahnlinie Limburg-Altenkirchen eröffnet. 1887 wurde der Bahnverkehr um die Bahnstrecke Siershahn-Altenkirchen mit der Holzbachtalbahn, auch Unterwesterwaldbahn genannt, erweitert. Im gleichen Jahr erfolgte die Weiterführung der Oberwesterwaldbahn von Altenkirchen nach Au an der Sieg. Durch die drei Bahnverbindungen entwickelte sich der Bahnhof zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Vorbei am Stadtbüro geht es anschließend weiter in die Innenstadt mit weiteren Tourenhighlights.

Privilegierte Apotheke
Die Privilegierte Apotheke ist eine der ältesten und traditionsreichsten Apotheken im Westerwald. Das Fachwerkhaus der Privilegierten Apotheke wurde zwischen 1728 und 1739 von einem Major Fabry erbaut und war mit seiner westlichen Mauer direkt mit der Stadtmauer verbunden. In der über 300-jährigen Geschichte wurde diese Apotheke von mehr als 22 Besitzern und Verwaltern geleitet.

Wilhelmstraße und Marktplatz
Die Wilhelmstraße als Fußgängerzone der Kreisstadt wurde vermutlich nach Wilhelm I, König von Preußen, benannt. Die ehemalige Vordergasse hatte früher einen geschwungenen Verlauf. Als Durchgangsstraße der alten Handelswege Köln-Leipzig und Köln-Frankfurt waren hier zeitweise mehr als 12 Gaststätten und mehr als 8 Metzgereien angesiedelt. Der Marktplatz an der Wilhelmstraße als Zentrale der Stadt ist Mittelpunkt des Wochenmarktes und sonstiger Stadtaktivitäten. Nachdem Altenkirchen im Jahr 1710 das Marktrecht zugesprochen worden war, wurde der Marktplatz nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1728 neu angelegt. Hier stehen die ältesten Gebäude der Stadt, das Haus Ecke Gartenstraße, erbaut 1602, und das Marktcafe, erbaut 1663.

Evangelische Kirche
Auf dem Platz der heutigen evangelischen Kirche stand etwa um das 8. oder 9. Jahrhundert eine Holzkirche, nach der Altenkirchen wahrscheinlich benannt wurde. Nach dem Verfall der Holzkirche wurde am selben Ort eine Steinbasilika errichtet, die bis zum Abriss im Jahr 1821 mit dem benachbarten Schloss verbunden war. 1827 wurde die nach den Plänen des preußischen Baumeisters Schinkel erbaute dritte Kirche eingeweiht, die beim Brand der Stadt im Jahr 1893 ein Opfer der Flammen wurde. Die vierte, anschließend im Jugendstil erbaute Kirche, wurde beim Bombenangriff der Alliierten auf die Stadt im Jahr 1945 zerstört. Die heutige Christuskirche ist das fünfte Gotteshaus an diesem Platz und wurde 1953 eingeweiht.

Schlossplatz
Auf dem Schlossplatz stand früher das Altenkirchener Schloss. Erbaut um 1471 war das Schloss Nebenresidenzsitz der Grafen von Sayn-Wittgenstein. Im 1. Koalitionskrieg 1796 diente das Schloss den Truppen der Österreicher als Truppenstandort. Wegen Verfalls wurde das Schloss 1862 abgerissen.

Historisches Quartier
Das Historische Quartier befasst sich mit der Geschichte der Stadt und deren Einwohner. Auf die Besucher wartet historisches Material aus über drei Jahrhunderten. Bilder alter Straßenansichten, aus dem Gastgewerbe, von Vereinen, von Sportereignissen, von Unternehmen und Unternehmern, von Menschen und Originalen der Stadt Altenkirchen, von Veranstaltungen, Märkten, Umzügen und Jubiläen. Dazu ergänzen Dokumente der Heimatgeschichte und niedergeschriebene Anekdoten das Material.

Anschließend geht es wieder zum Ausgangspunkt der Rundwanderung auf den Parkplatz in der Mühlengasse zurück.

Die Tourdaten:
Länge der Rundwanderung: 6,58 Kilometer
Höhendifferenz: Bei dieser Wanderung sind insgesamt 180 Höhenmeter (+/-) zu bewältigen.
Schwierigkeitsgrad: Die Wandertour ist als „leicht“ eingestuft.

 

Wanderkarte und GPX-Datei:

Gesamtstrecke: 6577 m
Gesamtanstieg: 81 m
Gesamtabstieg: -70 m
Gesamtzeit: 01:46:39
Download file: Ueber-den-Wiedweg-durch-das-historische-Altenkirchen.gpx

 

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Komoot-Tourdaten: